Antworten der Bundesregierung auf Luises schriftliche Fragen zum Hotspot Moria auf Lesbos

Mit Abschluss des  EU-Türkei Deals vor drei Jahren haben sich die EU Mitgliedsstaaten aus der Verantwortung gezogen. Die Zustände für Schutzsuchende auf Lesbos sind katastrophal, besonders im sogenannten Hotspot Moria, den die EU Mitgliedsstaaten mit zu verantworten haben. Insbesondere den Frauen und Kindern, die zahlreich in Moria ausharren müssen, bietet der Hotspot weder ausreichend Schutz und Sicherheit, noch eine menschenwürdige Versorgung und Unterbringung. Da kann ich mich nur wundern, dass Griechenland nach Ansicht der Bundesregierung hinreichend unterstützt wird. Deutschland muss endlich anfangen, die Staaten an der EU Außengrenzen substantiell zu unterstützen: mit BAMF MitarbeiterInnen, DolmetscherInnen, aber auch, denn da ist der Mangel am größten, bei psychosozialer und gesundheitlicher Betreuung, der oft schwer verletzten und traumatisierten Schutzsuchenden. Und vor allen Dingen muss die Bundesregierung dafür sorgen, dass diejenigen, die Anspruch auf Übernahme durch Deutschland nach der Dublin Verordnung wegen familiärer Bindungen haben, schleunigst nach Deutschland gebracht werden. Jeder Tag, den diese Menschen fern von ihrer Familie in Moria ausharren müssen, ist ein Tag zu viel.

Bericht von Luises Reise nach Lesbos

Artikel der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung

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