… bevor das Wasser steigt. Klimakrise und klimabedingte Migration und Flucht

Den Menschen auf Kiribati, Malediven, Barbados steht das Wasser bis zum Hals. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen droht 52 Inselstaaten der teilweise oder vollständige Verlust des Staatsgebiets. Durch die Abschmelzung der Polkappen steigt der Meeresspiegel weltweit. Die Zunahme von Extremwetter-Ereignissen wie Tropenstürme tun ein Übriges, um ein Leben auf diesen Inseln unmöglich zu machen. Wir werden mit unserer Klimaschutzpolitik alles daran setzen, die Klimakrise zu stoppen. Dennoch sind manche Umweltveränderungen schon absehbar oder unumkehrbar. Deshalb müssen wir beides tun: Mit aller Kraft die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad begrenzen und uns mit der Frage beschäftigen, wie wir uns heute darauf vorbereiten, wenn Menschen ihr Land als Folge unabwendbarer Umweltschäden oder der Klimakrise verlassen müssen. Wir haben Fragen: Auf welche realistischen Szenarien müssen wir uns schlimmstenfalls vorbereiten? Braucht es einen neuen völkerrechtlichen Status, bspw. den eines Klimaflüchtlings und könnte dies ein Anwendungsfall des Globalen Migrationspakts der Vereinten Nationen sein? Was macht mehr Sinn, der Klimapass oder humanitäre Visa? Inwiefern helfen geregelte Aufnahmeverfahren vor ungeregelter Flucht, Menschenhandel und Ausbeutung? Da die meisten Flüchtlinge Binnenflüchtlinge sind: was bedeutet das für Entwicklungszusammenarbeit und die Rolle der Industrienationen als Hauptverursacher des CO2-Anstiegs? Diese Fragen haben wir Experten gestellt, im Video könnt ihr euch die Antworten anschauen.

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