Bobi Wine zu Besuch in Berlin

Vor knapp einem halben Jahr hatten sich Bobi Wine und Luise in Kampala mit den Worten „See you in Berlin“ verabschiedet – nun war es soweit: Bobi kam für einen kurzen aber intensiven Besuch nach Berlin.

Luise hat für Bobi im Rahmen des Parlamentarier schützen Parlamentarier Programms (PsP) eine Patenschaft übernommen.

Anlässlich seines Besuchs lud sie zu einem parlamentarischen Frühstück zur Menschenrechtslage in Uganda ein. Außerdem zeigte sie ihm den Deutschen Bundestag, nahm ihn mit ins Plenum um von der Besuchertribüne bei der Regierungsbefragung mit der Bundeskanzlerin dabei zu sein und brachte ihn schließlich mit interessanten Gesprächspartner*innen zusammen, wie beispielsweise mit Frau Dr. Annette Weber von der Stiftung Wissenschaft und Politik oder Ulf Terlinden, dem Büroleiter des Ostafrika Büros der Heinrich Böll Stiftung.

Schon das Frühstück war überaus gut besucht und von zahlreichen Fragen an Bobi geprägt, die zeigten: Das Interesse in Berlin ist groß an dem bekannten Oppositionspolitiker und seinen Schilderungen – über die politischen Einschränkungen, die er erfahren musste, bis hin zu Haft und Misshandlung, auf dem Weg zum friedlichen Machtwechsel in Uganda. Angereist waren neben Bobi eine Gruppe politisch engagierter Weggefährt*innen aus Uganda sowie dem Exil in den USA, Großbritannien und Deutschland, die Bobis Ausführungen ergänzten und so einen lebendigen Eindruck von der politischen Opposition lieferten.

Für Bobi selbst, als Parlamentarier, war nach eigenen Angaben der Kontakt zu Deutschen Abgeordneten als Kolleginnen und Kollegen wichtig. Als inspirierend bezeichnete er aber auch Berlin und die besondere jüngere und jüngste Geschichte der Stadt seit dem 2. Weltkrieg, mit den entsprechenden Lehren aus der Geschichte. Deutschlands Wandel von Diktatur und Terror hin zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stimmte ihn hoffnungsvoll.

Am Ende des Besuchs hatten beide Seiten, Luise und Bobi, wieder viel voneinander gelernt. „See you soon again“, hieß es diesmal. Wo ist dabei noch ungewiss und hängt sicherlich von der Frage nach dem Verbleib von Bobi ab. Er versichert aber, wenn es irgendwie geht, trotz aller damit für ihn verbundenen Risiken, immer wieder zurück nach Uganda gehen zu wollen. Er gebe den Menschen damit Mut und Hoffnung und motiviere sie sich für die Belange ihres Landes einzusetzen. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser junge Politiker dafür nicht büßen muss. Luise wird sich weiterhin für ihn und seine Sicherheit einsetzen.

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