Fluchtgründe haben sich durch Corona nicht geändert: Es braucht weiteres europäisches Handeln!

Die Umstände für Geflüchtete und die Gründe, warum Menschen fliehen, haben sich durch Corona nicht geändert. Kriegshandlungen in Syrien oder die Folterlager in Libyen, wo Menschenrechte massiv verletzt werden, existieren nach wie vor. Durch Corona werden die ohnehin herrschenden Krisen nur noch zusätzlich verstärkt.

Die geringe Bereitschaft innerhalb Europas, geflohene Menschen aufzunehmen, entbindet Deutschland nicht von seiner Verantwortung. Auch Deutschland hat in den vergangenen Jahren Zusagen gegenüber Griechenland für die Aufnahme von Geflüchteten selbst nicht eingehalten. Deswegen ist es unanständig, sich hinter der Untätigkeit anderer europäischer Staaten zu verstecken! Deutschland muss bei der Aufnahme von Geflüchteten, die in den Lagern in Griechenland ausharren, weiter vorangehen.

Es ist falsch, Griechenland bei der Aufnahme und Versorgung der Geflüchteten alleine zu lassen. Es wird immer davon geredet, die Menschen, die in den Lagern auf den griechischen Inseln ausharren, auf Europa zu verteilen. Dabei wird vergessen, dass diese Menschen ja schon längst in der EU sind. In dieser Haltung liegt eine grundsätzliche Gefahr für den Europäischen Zusammenhalt.

Die Bundesregierung fürchtet, dass sich das Jahr 2015 wiederholt, ist aber nicht bereit das jetzige System durch ein solidarisches zu ersetzen. Das ist ein Widerspruch. Es braucht aber gemeinsames europäisches Handeln, um Geflüchtete vor dem Ertrinken zu retten und menschenwürdig aufzunehmen.

In der Bevölkerung und aus den Kommunen gibt es so viel Rückhalt für die Aufnahme von aus Seenot geretteten Menschen oder Geflüchteten aus den griechischen Lagern wie nie zuvor!

Die Berliner Zeitung hat darüber berichtet.

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