Graffiti in Kiel – Der Stadtspaziergang mit StreetArt Kiel

  • Luise und André Seemund von StreetArt Kiel beim Stadtspaziergang zum Thema Graffiti.
  • Entlang der Veloroute 10 zeigt die Kieler Graffiti Szene ihr Können.
  • Aus Mangel an legalen Graffitiflächen in Kiel baten die Kieler Sprayer Firmenbesitzer entlang der alten Bahntrasse um Erlaubnis, die Rückwände der Gebäude bemalen zu dürfen.
  • Nach und nach entwickelte sich dort eine bunte Freiluftgalerie für urbane Kunst, die #velogalerie.
  • Entlang der Route gäbe es genug Platz um legale Wände aufzustellen um so die Kieler Graffitikünstler zu unterstützen.
  • Bisher dreht sich die Diskussion in Kiel thematisch lediglich um Vandalismus und Sachbeschädigung.
  • Der Wert von Urban Art, von Kunst im öffentlichen Raum, wird nicht anerkannt.
  • Viele Städte nutzen die Kreativität der Künstler und bieten zum Beispiel geführte Street Art Spaziergänge an.
  • Vielleicht entwickelt sich die #velogalerie ja auch mal zu einer Kieler Sehenswürdigkeit.

 

Am Mittwoch, den 19. September war Luise mit Andrè Seemund von StreetART Kiel unterwegs und hat mit ihm und anderen über Kunst im öffentlichen Raum diskutiert. Während andere Städte – wie Berlin mit einem Streetart-Stadtplan, Wiesbaden mit dem Meeting Of Styles oder das belgische Gent mit einer legalen Graffitistraße als Touristenattraktion – Urban Art fördern und zur Stadtvermarktung nutzen, ist Kiel davon noch sehr weit entfernt. Wie wäre es denn mit der Schaffung von legalen Wänden an der Veloroute 10 auf Höhe des Graswegs? Die #velogalerie könnte sich als Spielraum für Urbane Kunst in Kiel etablieren.

Das Thema Graffiti hat viele Aspekte. Öffentlich diskutiert werden meist lediglich die illegalen Formen des Graffiti unter den Schlagworten Vandalismus und Sachbeschädigung. Hauptsächlich das “Taggen”, das Schreiben des Namens an Häuserwände, erhitzt die Gemüter.
Die Diskussion vergisst meist die ästhetischen Aspekte von Kunst im öffentlichen Raum. Nicht nur unter jungen Leuten ist das Interesse an Urban Art groß und es stellt sich die Frage, ob nicht auch urbane Kunst gefördert werden kann und sollte. Eine Freiluftgalerie im öffentlichen Raum ermöglicht schließlich jedem einen Zugang zu Kunst, der häufig nur Privilegierten vorbehalten ist.

http://www.kn-online.de/Kiel/Graffiti-in-Kiel-Ist-das-Kunst-oder-muss-das-weg

 

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