Narges Mohammadi in Haft an COVID-19 erkrankt

Am 11. Juli 2020 wurde bekannt, dass sich die Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi im iranischen Zanjan Gefängnis mit dem COVID-19 Virus infiziert hat. Derzeit befindet sie sich zusammen mit anderen positiv getesteten Gefangenen in Quarantäne.

Aufgrund diverser Vorerkrankungen ist Narges Mohammadi eine Risikopatientin und ihre gesundheitliche Lage ist äußerst besorgniserregend.

Amnesty International schreibt dazu:

“Die Behörden bringen ihre Gesundheit und ihr Leben in Gefahr, weil sie ihr die Gesundheitsversorgung verweigern und sie unter unmenschlichen Bedingungen in Haft halten. Sie ist allein wegen ihrer friedlichen Menschenrechtsarbeit in Haft und muss umgehend und bedingungslos freigelassen werden.”

Dieser Forderung kann sich Luise nur anschließen. Die Menschenrechtsorganisation Center for Human Rights in Iran (CHRI) hat ein Interview mit dem im Exil lebenden Ehemann von Frau Mohammadi veröffentlicht, in dem und er anderem erklärt, dass Narges nicht nur die nötige medizinische Versorgung verwehrt würde sondern sie beispielsweise auch seit 10 Monaten nicht mehr mit ihren Kindern habe sprechen dürfen. Das Interview in voller Länge ist hier nachzulesen.

Wenn auch Ihr Euch für die Freilassung der Menschenrechtsaktivistin einsetzen wollt, dann könnt Ihr das tun, in dem Ihr an den Chef der iranischen Justiz appelliert.

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