Ohne das Engagement der Kirchen wäre die flüchtlingssolidarische Arbeit in Deutschland nicht denkbar

Zum Prozessauftakt gegen einen Pfarrer wegen der Gewährung von Kirchenasyl in Bayern erklären Konstantin von Notz, Beauftragter für Religion und Weltanschauungen, und Luise:

„Die Entscheidung, ob einer Person Asyl gewährt wird, obliegt zwar dem Staat. Aber es gibt Härtefälle, die sich nicht befriedigend formaljuristisch lösen lassen. Für diese gibt es Härtefallkommissionen und dankenswerterweise auch die Möglichkeit des Kirchenasyls. Das Kirchenasyl und das Engagement von Christinnen und Christen für Schutzsuchende haben in Deutschland eine lange Tradition und sind in Artikel 4 des Grundgesetzes verankert. Dies gilt es zu wahren und zu verteidigen. Es darf nicht sein, dass diese Handlung nach dem Prinzip der christlichen Nächstenliebe durch Strafandrohung verunmöglicht wird.

Die christlichen Gemeinden engagieren sich in einem enorm hohen Maße und häufig ehrenamtlich für Flüchtlinge und Schutzsuchende. Ohne das Engagement der Kirchen wäre die flüchtlingssolidarische Arbeit in Deutschland nicht denkbar. Statt sie zu drangsalieren, gilt es, ihre Arbeit zu unterstützen.“

Kommentare sind geschlossen.