Von Diktatur zu Demokratie – Diskussion mit Roland Jahn

Vom 2. Oktober bis zum 3. Oktober 2019 feiert Deutschland den Tag der deutschen Einheit in Kiel. Vor 30 Jahren wurde nach friedlicher Revolution die Mauer geöffnet, ein Jahr später erfolgte die Wiedervereinigung. Wir wollen die Gelegenheit nutzen um mit dem Bundesbeauftragten der Stasi-Unterlagenbehörde Roland Jahn über die SED-Diktatur in der DDR und die daraus erwachsende Verantwortung für unsere Demokratie diskutieren.

Zu dieser Diskussion möchte Luise Dich sehr herzlich einladen:

Von Diktatur zu Demokratie

Was können wir aus der Vergangenheit der DDR lernen und welche Verantwortung tragen wir für unsere Demokratie?

Eine Diskussion mit dem Bundesbeauftragten der Stasi-Unterlagenbehörde Roland Jahn und der Bundestagsabgeordneten Luise Amtsberg.

2. Oktober 2019, 20.00 Uhr, Kommunales Kino in der Pumpe, Haßstraße 22, 24103 Kiel

  • Begrüßung
  • Kurzfilm: Die Klärung eines Sachverhalts:
  • Karl Marx Stadt 1985 – Im Rahmen einer 24-stündigen Befragung versucht ein Offizier der Staatssicherheit den Ingenieur Jürgen Schulz von seinem Ausreisewunsch in den Westen abzubringen. Um sein Ziel zu erreichen, zieht der Vernehmer alle Register. Dauer 15min
  • Diskussion

Freie Meinungsäußerung und freiheitliche Rechte – was uns heute als selbstverständlich erscheint war in der DDR alles andere als garantiert. Kritische Bemerkungen über die Regierung oder auch lediglich ein politischer Witz konnten die Bürger*innen der DDR in Gefahr bringen. Roland Jahn und Luise Amtsberg berichten vom Leben und Aufwachsen in einem totalitären Regime und diskutieren mit dem Publikum über das Erbe der Diktatur für das wiedervereinigte Deutschland.

Roland Jahn (geb. 1953 in Jena) war Mitbegründer der oppositionellen Friedensgemeinschaft Jena. Er protestierte für Meinungsfreiheit und gegen die zunehmende Militarisierung in der DDR. Er wurde exmatrikuliert, später verhaftet und 1983 gegen seinen Willen aus der DDR in die Bundesrepublik zwangsübersiedelt. Von West-Berlin aus hielt er Kontakt zur DDR-Opposition und berichtete als Journalist und Redakteur über Menschenrechtsverletzungen in der DDR. 2011 wurde er vom Deutschen Bundestag zum Beauftragten für die Stasi-Unterlagen gewählt und 2016 für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

Luise Amtsberg wurde 1984 in Greifswald geboren. Sie wuchs in Ostberlin auf. Seit 2013 ist sie Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen. Ein Grund sich politisch zu engagieren ist ihre ostdeutsche Familiengeschichte und ihre eigenen Erfahrungen in den Jahren nach der Wiedervereinigung. Bürgerrechte, Freiheit und freie Meinungsäußerung sind für Luise Amtsberg die tragenden Säulen der Demokratie. 

Die Veranstaltung ist kostenfrei. 
Bei Anmeldung per E-Mail bis zum 25.09.19 reservieren wir gerne einen Platz. 

luise.amtsberg.ma06@bundestag.de

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