Wichtige Auszeichnung für humanitären Einsatz

Zur Verleihung des diesjährigen Amnesty-Menschenrechtspreises an die Crew des Seenotrettungsschiffs „Iuventa” erklärt Luise gemeinsam mit Margarete, Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe:

Luise:

„Wir freuen uns über diese Anerkennung und Würdigung der „Iuventa”. Über 14.000 Menschen hat die Crew des Schiffes vor dem Ertrinken gerettet, dafür gebührt ihr unser aller Dank. Was sich nun schon seit Jahren auf dem Mittelmeer abspielt, ist eine Tragödie. Menschen verlieren auf der Suche nach Schutz ihr Leben auf dem Meer. Weil sich die europäischen Regierungen nicht einigen können, retten mutige Ehrenamtliche Verzweifelte vor dem Ertrinken. Die zivile Seenotrettung füllt damit die Lücke, die die EU-Mitgliedstaaten hinterlassen. Die NGO „Jugend rettet”, die die „Iuventa“ betreibt, ist nur eine von vielen Organisationen, die sich trotz wachsender Widerstände und zunehmender staatlicher Repression und Gängelung, dieser wichtigen humanitären Aufgabe annehmen.“

Margarete:

„Der Preis für die Crew der „Iuventa” ist ein wichtiges Signal in Zeiten, in denen zivilgesellschaftliches und humanitäres Engagement immer mehr verhöhnt, bedroht und kriminalisiert werden. Amnesty ehrt eine Organisation, die das tut, wozu völkerrechtlich Staaten verpflichtet wären: Menschenleben zu retten. Der Druck, der auf die „Iuventa” und andere Flüchtlingshelferinnen und Flüchtlingshelfer ausgeübt wird, ist ein Beleg für eine besorgniserregende Entwicklung: Handlungsspielräume für Menschenrechte und deren Verteidigerinnen und Verteidiger werden nicht nur in diktatorischen und autoritären Systemen außerhalb Europas immer enger, sondern auch hier bei uns in der EU. Diesem fatalen Trend gilt es entschlossen entgegenzuwirken.”

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